Die Hallen von Nordmar

Aus SumpfkrautOnline - Khorinis
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Alt sind die Minen von Nordmar. Generationen trugen ihren Abraum ab und legten Schächte von kolossaler Dimension frei. Tief in den Fels grub sich der Nordmarer und voller Stolz spricht er von seinen Hallen. Nur hier und auf Khorinis lässt sich das magische Erz finden und nur in den Hallen Nordmars perfektionierte man die Schmiedekunst dieses göttlichen Elements.

Was auf Khorinis mit bloßer Hand aus dem Fels gegraben werden kann, ist in Nordmar um einiges aufwendiger. Tonnen von Gestein müssen geschlagen und zermahlen werden, um ein paar Gramm abzutrotzen. Was dem Nordmarer an Spiritualität zu fehlen scheint, es zeigt sich in seinen Hallen. Voller Ehrfurcht wandert er durch die Schächte, die mit dem Schweiß und dem Blut seiner Vorfahren erkauft wurden. Nicht eine Familie, die sich findet, die keinen Hallenahnen im Stammbaum hat oder die einen Sohn der mühseligen Arbeit darbietet.

So man die Halle als Tempel versteht, findet sich im Allerheiligsten das, was die Minen Nordmars legendär machte. In ihrer Mitten erheben sich die Hochöfen, meterhohe Giganten, die einen Menschen neben sich verblassen lassen.

In Loren führt man ihnen das magische Erz zu und ununterbrochen ergießt sich ein nicht enden wollender Strom von glühendem Erz aus ihnen. Die Öfen selbst scheinen aus jenem Material gefertigt zu sein, welches sie bändigen, doch die Schmiede Nordmars hüten eifersüchtig ihr Geheimnis.

Und selbst wenn dem so wäre und man es ihnen gleich täte, die Kunst des magischen Erzes ist in Menschenhand. Die Schmiede der Hallen Nordmars sind es schlussendlich, die es als einzige beherrschen, die Magie im Erz zu bändigen. Ihre Hammerschläge sind es, die formen, die vermögen die arkanen Kräfte nach ihrem Willen wirken zu lassen.

Ein ganzes Leben muss man in den Dienst des Erzes stellen, um den Meistergrad in dieser Kunst zu erringen und nur den wenigsten ist diese Ehre vergönnt. Die Namen vieler Meisterschmiede vergingen in den Jahrhunderten, doch ihre Waffen und Zierrat, in den Geschichten der Ahnen werden sie weiterhin besungen. Ganz Morgrad kennt den Ruf der Waffen Nordmars und man tut gut daran, sie zu fürchten.