Nun mehr neun Jahre erstreckt sich die magische Barriere auf der Insel Khorinis. Einer Käseglocke gleich begräbt sie unter sich die Strafkolonie. Nicht einmal massives Gestein kann sie abhalten und unterirdisch bricht sie sich Bahn und vervollkommnet sich in Gestalt einer riesigen Kugel. Von Außen ist die Barriere leicht zu passieren, doch was die Barriere einmal in Besitz genommen hat gibt sie nicht mehr frei. Nichts was lebt kann aus ihr entkommen. Die Barriere macht keine Unterschiede. Nicht einmal ihren Erschaffern gestattet sie es, aus ihr zu entkommen.

Die mächtigsten Magier des Reiches sind in ihr gefangen und nicht einmal ihnen ist es gelungen die Barriere zu brechen. Möglicherweise sind diese gar tot. Gestorben, als die Gefangenen innerhalb der Barriere rebellierten und die Kontrolle über die Strafkolonie übernahmen. Sie nennen sich selbst Erzbarone und verspotten damit seine Majestät, den König. In der ehemaligen Garnisonburg der Wachmannschaften residieren sie und scheuchen Ihresgleichen in die Erzminen. Jeden Monat liefern sie mehrere Tonnen reinen magischen Erzes an den Rand der Barriere und tauschen es gegen Waren aus der, so nennen sie es, Außenwelt.

Sie haben ihr eigenes Königreich, doch wären sie draußen nicht mehr als Straßendreck. Doch ihre Herrschaft ist endlich und sie beteiligen sich selbst an ihrem Untergang.

Wozu noch ein Handel mit diesen Verbrechern, wenn der Krieg erst einmal entschieden ist? Alsbald der Krieg gegen die Orks gewonnen ist, wird der König diese Bastarde einfach aushungern lassen und die Magier des Reiches, befreit vom Mühsal des Krieges werden einen Weg finden die Barriere zu öffnen.

Noch vor ihrem Ende wird das Gesetz der Barriere befolgt werden. Denn nichts, was lebt, entkommt aus der Barriere.