Geschichte von Interesse

Xardas berichtete vom letzten, wutentbrannten Schrei des Schläfers, der die Armeen des Finsternis in Bewegung gesetzt hat. "Kommt! Und sie kamen. Alle. Sogar die Drachen."

Ur-Shak erzählte davon, dass er von seinem Dorf verbannt wurde, weil er vor den Gefahren des Schläfers warnen wollte. Genau diese Gefahr, von der er sprach, setzte schon nach der Vollendung des Schläfertempels ein.

Wie wir aus Überlieferungen wissen, verrichteten Menschensklaven die Bauarbeiten für die Orks. Es gab also schon in dieser Zeit Sklaven bei den Orks.

Die Vorgeschichte des Ganzen war, dass die fünf mächtigen Orkschamanen unbegrenzte Macht für ihr Volk wollten, um einen ebenbürtigen Feind zu vernichten.

Dafür bauten sie den Schläfertempel, ein Dimensionstor, und lernten die Beschwörungsrituale um den Schläfer heraufzubeschwören. Dieser half ihnen dann auch, einen Feind zu besiegen, doch es ist ungewiss, wer dieser gewesen ist.

Als der Tempel fertiggestellt war, riss der Schläfer die fünf Herzen der Orkschmanen an sich und manifestierte sich so in der Welt. Die Orkschamanen und alle Arbeiter wurden zu willenlosen, untoten Schergen des Schläfers.

Ein Großteil der Orkenklave um den Schläfertempel war davon nicht begeistert, vielmehr verängstigt, und wollte nach diesem Ereignis von der Insel verschwinden, was sie auch taten. Somit verbliebt nur eine kleine Orkenklave im Minental, wie wir sie kennen.

Die besagte abgespaltete Orkenklave machte sich auf, ein neues Zuhause zu finden. Hierbei vertrauten sie auf die Weisung Beliars, denn sie konnten den Schläfer nicht mehr als ihren Meister ansehen. Die Angst, auch zu Untoten zu werden, war für sie keine heilige Aufgabe oder Pflicht.

Durch Beliars Weisung fanden sie einen Flech, an dem sie bleiben konnten: Die Nordlande nördlich von Nordmar. Von den Menschen unbeachtet, konnten sie sich dort niederlassen und gedeihen.

Es vergingen Jahrhunderte und diese zwei Orkenklaven entwickelten sich unterschiedlich weiter. Sie vergaßen womöglich, das es die andere Enklave überhaupt gab. Die Khorinis-Enklave blieb dem Schläfer treu und vergötterten ihn als mächtigen Krushak. Ihre spirituelle Ebene erhöhte sich immens. Ihre restlichen Grundlagen blieben unberührt.

Dagegen entwickelte sich die Nordland-Enklave zu einem stark ausgeprägten Kriegerstamm, der in dieser Zeit immer noch Beliar diente und mehrere Kriege mit den Menschen gestritten hatte.

Diese Nordland-Enklave wurde vom Befehl des Schläfers in Form von Visionen heimgesucht, der sie sich nicht entziehen konnten. Ihre Bindung zu Beliar machte es dem Schläfer leicht, diese Orks in seine Armee einzugliedern.

Die Visionen zeigten das Minental von Khorinis mit der Burg und Menschen, die Erz förderten. Somit machten sich diese auf Richtung Khorinis, ins Minental. Ihre alte Heimat. Sie kamen mit Kriegsschiffen, schickten Späher aus und errichteten einen Holzwall, um ihre Armee zu schützen und aufzubauen.

Die Visionen bestätigten sich. Menschen waren im Tal und förderten Erz. Es musste eingegriffen werden. Sie belagerten die von Menschen übernommene Burg des Minentals, welcher immer noch mit einem groß angelegten Außenring ausgestattet war. Dieser Außenring wurde von den Orks als Ausgangsmaterial für ihren Wall benutzt.

Garond war in einer Zwickmühle. Orks belagerten seine Burg und hatte keinen Kontakt mehr zu seinen Schürftrupps. Seine Vorräte wurden immer knapper, seine Mannschaft immer kleiner und er hatte nichts, aber auch gar nichts an Erz gefördert. Welch ein Desaster.

Auch die Khorinis-Enklave unter der Führung von Hosh-Pak wurde von den Visionen des Schläfers heimgesucht. Ihre spirituell starke Bindung zu ihm machte sie zu willenlosen Schergen.

So schlossen sich die Khorinis-Enklave der Nordland-Enklave an. Hosh-Pak wurde von den Orks zum Armeeführer ausgerufen, da seine Enklave auf Khorinis heimisch war und sich perfekt im Tal auskannte. Somit konnten beide Enklaven voneinander profitieren. Sicherlich waren die Khorinis-Orks nicht so stark im Kampf gebildet wie die Nordlandorks, doch konnten sie kämpfen, sollten sie es müssen.

Die Überfahrt, die Belagerung der Burg und der Bau des Orkwalls kosteten freilich Zeit. Somit erschien nach drei Monaten der Namenlose Held. Der Heilige Feind, wie die Orks ihn nannten. Er hatte den Schläfer besiegt und nun erschien er erneut. Die Prophezeiungen waren Wirklichkeit geworden.

Mit dem Eintreffen des Heiligen Feinds fielen auch die Drachen mit ihren Dienerkreaturen, den Echsenmenschen, ins Minental ein. Garond war mit seinem Latein fast am Ende, doch der Held half ihm freilichst.

So konnte er alle vorhanden Erzkisten ausfindig machen und sich den Wisch von Garond sichern. Begeistert war der Expeditionsführer nicht, doch das ist eine andere Geschichte. Auf seinen Erkundungen durch das Minental fand der Held einige seine alten Freunde wieder, drei an der Zahl. Milten, Diego und Gorn. Nichts können die alleine.

Zurück in Richtung Khorinis wurde der Held aufgehalten. Blablabla, Mr. Freeman. Lord Hagen kriegt Wisch über das Minental, Held dafür Wisch für das Auge Innos. Das Auge Innos ist putt, muss repariert werden. Drei Magier kommen zusammen, reparieren das Auge und alles ist wieder in Ordnung. Also fast.

Held kehrt zurück ins Minental und fand auf seinem Streifzug gegen die Drachen seinen Orkfreund Ur-Shak wieder. Beide waren heilfroh, sich wieder zusehen. Danach trennten sich ihre Wege wieder.

Der Held besiegte alle Drachen. Dabei erfährt er, das es einen Herr der Drachen gibt. Unwichtiges Gelaber, erstmal zu Oric. Dieser erzählt einem von der Eliminierung des bekannten Orkanführer Hosh-Pak. Der Held hatte eine Aufgabe. Nachdem er Hosh-Pak in Beliars Reich geschickt hatte und Meldung gemacht hatte, suchte er Ur-Shak auf.

Dieser war an den Zeltplatz von Hosh-Pak gekommen. Er war sehr erzürnt und aufgebracht über die Entscheidung des Helden, seinen früheren Mentor zu töten. Seine Ehre verbot es ihm, den Helden zu töten.

Als neuer Anführer über die Orkarmee auf Khorinis hatte er nun ein neues Bild über die Menschen. Sie sind alle böse. So richtig böse. Und so verabschiedetet sich Ur-Shak vom Helden. Mit seiner Orkarmee überrannte er nach Ablegen der Esmeralda die gesamte Insel Khorinis.

Morra

Das orkische Wort für Mensch als auch Sklave. Eines der wenigen, das einen Weg in den Wortschatz der Menschen auf Khorinis fand.

Orksöldner

Menschen die in den Reihen der Orks kämpfen. Erschien den Orks auf Khorinis anscheinend nicht Zweckdienlich, wieso auch. Die Insel war vollumfänglich unter der Kontrolle der Orks, die paar Scharmützel mit den "Verwilderten" wurden unter Kollateralschäden verbucht. Eventuell war das Oberkommando der Orks auch einfach zu konservativ. Wir werden es wohl nie ganz wissen.

Arenakämpfe

Ein weiterer Kulturimport der Orks. Nichts beglückt einen Orksoldaten mehr, als wenn der Morra auf den er seine Wette platzierte siegreich aus dem Getümmel emporsteigt. Es ist drauf hinzuweisen das es sich bei tödlichen Konfrontation in der Arena um Unfälle handelte. Auch die Gerüchte das Sklaven in Massenschlachten aufeinander gehetzt wurden sind nicht stimmig. Es handelte sich zumeist um Zweikämpfe, die klar definierten Regeln unterlagen. Viele Sklaven partizipierten freiwillig an diesen Veranstaltungen um sich so erhöhte Rationen zu sichern. Gleichsam musste gute Kämpfer auch weniger körperlich belastenden Arbeiten nachgehen.