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=Buddler und Parasit=
Eine rote Aura umgibt dieses Buch, sie ist sehr sehr mächtig.
Dass die Bestrebungen der einen Mitglieder einer gegebenden Gesellschaft den Bestrebungen der anderen zuwiderlaufen, ist eine allgemein bekannte Tatsache. Der Untergang der Insel hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben, im Gegenteil das Erblühen des Bürgertums und des Mittelstands hat neue Klassen geschaffen und neue Bedingungen der Unterdrückung. Unsere Epoche, die Epoche des Parasiten, zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Gespalten sind wir nun in zwei Lager, in Buddler und Parasiten. Die Mittelstände, der Kaufmann, der Handwerker und der Bauer, sie alle bekämpfen den Parasiten um ihre Existenz vor dem Untergang zu retten. Dabei sind sie nie revolutionär, sonder konservativ. Noch mehr, sie sind reaktionär, denn sie suchen das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Sind sie revolutionär, so sind sie es im Hinblick auf den ihnen bevorstehenden Übergang ins Buddleriat, so verteidigen sie nicht ihre gegenwärtigen Interessen, sondern ihre zukünftigen.
Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen, sprich den Eigentumsverhältnissen. So wenig man das, was ein Individuum ist, nach dem beurteilt, was es sich selbst dünkt, ebensowenig kann man eine solche Umwälzungsepoche aus ihrem Bewusstsein beurteilen, sondern muss vielmehr dies Bewusstsein aus den Widersprüchen des materiellen Lebens, aus dem vorhandenen Konflikt zwischen gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen erklären. In der Betrachtung solcher Umwälzungen muss man stehts unterscheiden zwischen der materiellen Umwälzung und der ideologischen. Es ist insofern logische Konsequenz wenn sich der Buddler erhebt und dem Parasiten die Verhältnisse streitig macht.
Die Unvermeidlichkeit einer Revolution, basiert auf der neu geschaffenen materiellen Grundlage der Gesellschaft. Die intellektuelle und moralische Triebkraft dieser Umwälzung ist das vom Parasiten selbst geschulte Buddleriat. Der Kampf des Buddlers gegen den Parasiten, der sich in verschiedenen und immer inhaltsreicheren Formen äußert, wird unvermeidlich zum politischen Kampf, gerichtet auf die Eroberung der politischen Macht durch das Buddleriat. Die Vergesellschaftung der Produktion muss zum Übergang der Produktionsmittel in das Eigentum der Gesellschaft führen. Der erste Akt dieses neuen Landes, welches sich aus den Trümmern Khorinis erheben wird, wird die Besitzergreifung der Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft sein. Dies wird ebenso sein letzte Handlung bleiben. Das Eingreifen einer Gewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiet nach dem anderen überflüssig und schläft von selbst ein. An Stelle der Herrschaft über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen.
=Morgahard=
Eine Abschrift, ausgezeichnete Qualität
Grausam überrollte uns die Kriegsmaschinerie der Orks, wie gelähmt standen und besahen wir das Elende was da über uns kam. Ein jeder nahm nur was er am Leibe trug und floh in die Wälder. Dort harrten wir unserem sicheren Enden, Wurzeln waren unser Brot und unser Bett. Die Orks hatten der gesamten Insel ihren Willen aufgezwungen und einem jeden dem sie habhaft werden konnten pressten sie ohne Gnade in die Sklaverei. Auf den Feldern des Großbauern, zum herrlichen Verrecken durch Arbeit und Peitschen getrieben. Wir hatten mit dem Leben gebrochen und einig waren wir darin niemals in orkische Gefangenschaft zu gehen. Doch dann erschien Morgahard in unserem Lager.
Wenige Tage vergingen bis Morgahard das Heft des Handels ergriff. Er erschlug Sentenza und Jarvis, beendete den Zwist der uns schwächte. Wir folgten ihm, Anfangs aus Ermangelung eines besseren. Er gab uns unseren Willen zurück, er zeigte uns wie wir uns die Früchte des Waldes zu eigen machten. Die Zeit verstrich und es wurde besser, ein Dach über dem Kopf und ein voller Magen. Morgahards Gaben wirken im Nachblick bescheiden, doch fühlten wir uns wie Könige.
Eines Nachts am Lagerfeuer offenbarte er sich uns, er wollte den Konflikt mit den Orks. Nadelstiche, Nadelstiche die ihre Invasion zu einem unerträglichen Unterfangen machen sollten. Wir zweifelten, doch war es ihm gleich. Nur freien Männern würde er seine Flanke anvertrauen, so ein jeder sollte für sich selbst entscheiden ob er sich zurück aufs Schlachtfeld wirft. Wir folgten ihm, zagend, aber wir folgten. So beschwor er uns auf das was wir jetzt waren. Freibrüder. Unsere Hände Arbeit, unser Ertrag, unser Land, unser Vermächtnis.
Die Orkarmee war kein festgefügtes Bollwerk. Patrouillen durchstreiften unbedarft unser Land auf der suche nach Sklaven und Versprengten. Sie waren das erste Ziel unseres Aufbäumens. Leichte Siege, sie hinterließen bei Morgahard einen faden Beigeschmack. Waffen, Vorräte, alles stapelte sich in unserem Lager, doch brachte es uns dem Ziel keinen Schritt näher. Morgahard gierte nach den Feldern. Die Felder, Rückgrat der orkischen Besatzung.
Er entschied am hellichten Tage anzugreifen, wir verurteilten diese Narretei. Doch fest stand Morgahard in dem Glauben das die Sklaven auf den Feldern sich uns sofort anschlössen, wenn sie bemerken würden das ihre Aufseher durch den Fleischwolf gedreht werden. Dies war sein Fehler. Die ausgemergelten suchten ihr Heil in der Flucht anstatt ihr Los in der Schlacht zu wenden. Ein Wimpernschlag und unsere Schlachtordnung war zersprengt. Morgahard erteilte zum ersten und letzten mal einen Befehl. Rückzug.
Cord, Morgahards rechte Hand schleppte ihn zwei Tage später zurück ins Lager. Seine Wunden waren tief, und keiner unter uns der sich auf die Heilkunst verstand. Er lachte über uns, wie könnten wir nur trauern in einem Moment des Triumphes. Viele waren befreit wurden und die Erntezeit käme, schon bald würden die Orks den Gürtel enger schnallen müssen. So endete Morgahard und verschied.
=Frauenzimmer=
=Frauenzimmer=
Dichtkunst von der Insel
Dichtkunst von der Insel