Arbeitsmappe Büchertexte: Unterschied zwischen den Versionen
Byzanz (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Byzanz (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 85: | Zeile 85: | ||
Martin | Martin | ||
'''Meine Freundin Schnulke''' | |||
Ich war Hirte. Es waren meine besten Jahre, es waren meine schlimmsten Jahre. Bei Sonne und Regen stand ich und hielt wacht. Ich will mich nicht festlegen, doch glaube ich das die Sonnentage die schlimmeren waren. Die Sonne brannte manchmal so gnadenlos auf den Kopf das ich schon vor der Mittagsstunde völlig rotgebrannt weinend zusammenbrach. Ich hasste Schafe. Ich hasste sie wirklich. Diese dämlichen dummen Viecher. Es war ihre volle Absicht, wenn sie sich verirrten und ich wie ein Vollidiot ihnen durchs Unterholz nachstellen musste. Hob ich sie dann aus dem Dickicht empor und trug sie zurück auf die Weiden war ihr Dank meist ein warmer Schiss auf meine Kluft. Bei Innos, ich hasste Schafe. Ich wollte nie Hirte werden, mein Vater versoff mein Lehrgeld. Mutter plante mein Leben und das meines Vaters von der Wiege bis zur Barre. Ich sollte Gelehrter werden. Meine Mutter hatte alles arrangiert. Als sie starb verfiel mein Vater dem Suff und alles zerbrach. Wir verloren alles, er sein Haus und ich meine Zukunft. Er endete im Schuldturm von Strapon und ich als Tagelöhner. Der Bauer bei dem ich Unterkunft und Verpflegung fand war kein guter Mann. Nicht gut, aber gerecht. Gerecht im Sinne von das es ihm recht war, wenn man ihm recht gab. Ich hatte schon immer die große Fresse, dementsprechend kassierte ich viel und reichlich bei ihm. Das hätte ewig so weiter gehen können, aber mit den Jahren wurden seine Hände zittriger und er begnügte sich damit mich im vollendeten Zorn niederzuschreien. | |||
Es war mein fünftes Dienstjahr als mich mein Bauer dazu abstellte die Niederkunft eines der Schafe im Stall zu überwachen. Fraglich was ich dazu beitragen sollte. Was konnte schon so schwer daran sein, ein weiteres dummes Wollknäuel aus dem Unterleib zu pressen? Ich hatte mich geirrt. Die Aue verstarb. Unnötig zu erwähnen das ich die Schuld dafür bekam. Der Bauer hatte einen sehr schlechten Tag. Rechnete ich schon damit von einem der Knechte in Stellvertretung verwamst zu werden, was mir zum damaligen Zeitpunkt mehr als recht gewesen wäre, entschied er, das ich mich nun um das verwaiste Lamm zu kümmern hätte. 12 Monate, 1 ganzes verdammtes Jahr braucht es bis so ein Schaf ausgewachsen ist. Ich wollte noch verhandeln. Ich bot dem Bauern an so lange umsonst zu arbeiten, bis meiner Hände Arbeit seinen Verlust ausgeglichen hätten. Er lehnte ab. Dieser alte Bastard, er wusste wohl so gut wie ich, wie sehr ich Schafe hasste. Am darauffolgenden Tag räumte eine der Mägde meine Sachen in den Stall. Mir und dem Lamm wurde ein abgetrennter Bereich zugedacht. Als ich knöchelhoch im bepissten Stroh stand fragte ich mich, ob es noch nicht zu spät war den Bauern abzustechen, seine Truhen zu plündern und mich nach Strapon abzusetzen. Mir dort meine Würde zu bewahren und mich einfach totzusaufen. Die Magd unterbrach meinen schönen Tagtraum. Sie drückte mir das Lamm in die Arme und schickte mich an mit der Aufzucht zu beginnen. Die Alte faselte irgendwas von Prägung, Milch geben. Adanos hatte das Kind gut bedacht und ich versteifte mich darauf mir vorzustellen wie sie mir Milch gab. Als sie endete verließ sie den Stall. Ich war nun allein, mit den Schafen. Ihre dummen leeren Augen ruhten auf mir. Voller Erwartung darauf was ich nun gedachte zu tun. Immerhin waren die Viecher überraschend ruhig. Dieser kurze Augenblick des Innehaltens wurde durch einen angenehmen warmen Strahl Pisse unterbrochen der an mir herunterlief. Das Lamm hatte mich nun offiziell als sein Eigentum markiert. Danke Götter. | |||
Meine erste Nacht wurde jäh unterbrochen als ich kurz vor dem Erstickungstod aufwachte. Ich hasste Schafe und sie hassten mich. Das Lamm hatte es sich auf meinem Gesicht bequem gemacht und versuchte mich im Schlaf umzubringen. Röchelnd und fast kotzend schob ich das Beliarsvieh bei Seite und schnappte nach Luft. Verhöhnend klingende Schafslaute begleitenden das Geschehen. Ich war kurz davor dem Vieh den Hals umzudrehen. Doch seine treudummen Augen fixierten mich. Das Lämmchen zitterte am ganzen Körper. War es ihm kalt gewesen? Ich ließ ab von dem armen Tier und schickte mich an weiter zu schlafen. Was indes das Lamm wohl als Einladung verstand sich es neben mir im Stroh bequem zu machen. Ich ließ das Vieh gewähren, was mir am nächsten Morgen mit einen dicken Schiss in meinem Nachtlager vergolten wurde. Ich hasste Schafe. | |||
Die Wochen vergingen und das Lamm hatte mich wohl als neue Mutti akzeptiert. Immerzu lief es mir hinterher, wenn ich mein Tagwerk vollbrachte. Jedwede Geste sich von mir abzuwenden verstand es als Aufforderung mir noch näher auf die Pelle zu rücken. Das dumme Vieh es sich angewöhnt mir am Hosenbein zu ziehen, wenn es irgendeine belanglose Scheiße wollte. Belanglose Scheiße sollte hier wörtlich verstanden werden. Es machte mich immer darauf aufmerksam, wenn es denn mal wieder einen Haufen gelegt hatte. Hatte ich schon erwähnt das ich Schafe hasste? Das Gespött der anderen Hofbewohner war mir indes sicher. Auch ihnen war diese absurde Mutter Kind Beziehung nicht entgangen. Schlussendlich gaben sie dem Lamm den Namen Schnulke. Ein dämlicher Name, für ein sehr dämliches Tier. Er gefiel mir nach mehrmaligen hören sehr gut. | |||
6 Monate waren vergangen und Schnulke entwickelte sich recht gut. Bloß mit seinen Artgenossen wollte Schnulke nichts zu tun haben. Auf der Weide blieb mein Mädchen immer bei mir. Das brachte den Vorteil das ich ein Vieh weniger hatte, das sich mit Absicht von der Weide absetze um im Wald von Wölfen gefressen zu werden. Schnulke erledigte auch meine Arbeit beflissener als ich es je tat. Kaum machte eines der anderen Viecher anstalten sich zu verpissen, zog Schnulke an meinem Hosenbein oder weckte mich, indem sie ihren Kopf gegen mich hämmerte. Zwar war ich Schafen immer noch nicht zugeneigt, aber Schnulke gab sich alle Mühe sich bei mir beliebt zu machen. | |||
Mit der Zeit wurde Schnulke mein ein und alles. Bei den Göttern, ich liebte dieses Vieh. Ich bekam Schnulke sogar stubenrein, so halbwegs. Zumindest pisste sie unser Nachtlager nicht mehr voll. Ich konnte am Markttag sogar mit ihr in die Stadt gehen. Treu trottete sie neben mir her und bespaßte die Kinder, die innehielten um sich zu streicheln. Schnulke ließ sich das auch immer gut gefallen, bis es ihr nach einer Weile zu viel wurde und sie mir mit einem ziehen am Hosenbein zu verstehen gab, das es Zeit war weiter zu gehen. Schnulke und ihr Hirte waren in Strapon gern gesehene Gäste. Der hiesige Wirt war uns beiden sehr zugetan. Freibier für mich und Rüben für Schnulke gab es jedesmal, wenn wir bei ihm Aufwartung machten und die Säufer und Stammgäste unterhielten. Schnulke hatte einige Tricks von mir gelernt. Apportieren und sich tot stellen gehörten unter anderem dazu. Die Säufer fielen vor lachen fast vom Stuhl, wenn sie sahen wie Schnulke sich auf den Rücken drehte und alle Beine kerzengerade in die Luft streckte. Gute Zeiten waren das. | |||
Schnulke war indes fast ausgewachsen als mein Bauer mich zu sich rief. Er hatte Schnulke verkauft. Ich lief in den Stall, mein Mädchen war weg. Mit Wut und Tränen stellte ich den alten Bastard zur Rede. Er hatte Schnulke für 200 Goldstücke an den Metzger abgetreten. Ich riss den alten Sack aus seinem Ohrensessel. Er schrie wie ein Schwein, als meine Daumen sich in seine Aughöhlen bohrten. Mit festen Griff zertrümmerte ich seinen Schädel auf dem Steinboden. Die Knechte kamen angerannt, doch es war zu spät. Zu spät für mich, den Bauern und für Schnulke. Zum zweiten mal hatte ich alles in meinem Leben verloren. Strapons Stadtwache holte mich ab. In Personalunion mit dem Amt des Richters verurteilte mich der Kommandant der Miliz zu lebenslanger Zwangsarbeit in der Strafkolonie. Man gestand mir Federkiel und Papier zu, was ich dazu nutze bis zum nächsten Gefangenenkonvoi auf meine Art Schnulke zu gedenken. Es tat mir nicht leid um den Bauern. Würden die Götter die Zeit zurück drehen, ich würde ihn beim zweiten mal nur heimlicher töten. Auf bald Schnulke, meine Freundin, mein Mädchen. | |||
'''Die Fluchbücher des Südens''' | |||
Varant und Hycien hüten in ihre Bibliotheken das Wissen einer Magie die in den Nordreichen vollkommen unbekannt, wenn nicht gar vergessen ist. Die arkane Kunst des Fluchens beziehungsweise Verfluchens. Eine Magie einzig dafür geschaffen den Menschen zu strafen. Ihn zur Reue oder Sühne zu treiben oder ihn zu brechen. Flüche sind die Kunst Beliars und der dunkle Gott findet gefallen daran, wenn die Sterblichen ihn freiwillig im Zorne an ihre Seite rufen. In mannigfaltiger Gestalt kann ein Fluch auftreten, sein Wirken kann fast nicht greifbar, kaum warnehmbar sein. Fast alles lässt sich verfluchen. Eine Person, ein Ort, ein Gegenstand oder gar eine ganze Blutlinie. Angeführt sei hier der Schwarzköniginnenfluch. Herpestseuzes, König von Hycien war so besessen davon seine Erblinie und sein Königreich zu erhalten, das er alle seine weiblichen Nachkommen hinrichten ließ bis eine seiner Frauen ihm einen Erben gebar. Am Kindbett sterbend verfluchte seine Drittfrau Anthera ihn und seine ganze Dynastie. Fortan würden dem Hause Hycien nur noch Frauen geboren, bis der König sich besinnen möge. König Herpestseuzes verschonte seine Tochter und sie ging in die Geschichte ein als Anthera I., Königin von Hycien. Den Fluch brach die milde des Königs allerdings nicht. Alle Nachkommen des Hauses Hycien nach Herpestseuzes sind und waren Frauen. | |||
Die wenigen, noch heute existierenden Fluchbücher finden sich ausschließlich in der Obhut größerer Klöster. Eifersüchtig oder aus Furcht verwahren die Magier sie vor den Blicken der Unbedarften und Törichten. Im Laufe von Jahrhunderten wurden diese Bücher vom Meister an den Schüler weiter gereicht und jede Generation fügte den Büchern neue Seiten hinzu. Ihnen allen gleich ist einleitend die Beschwörung um einen Aspekt des dunklen Gottes zu sich zu rufen. Mit diesem muss der Fluchwirker aushandeln was er wünscht zu wirken und mit einem Fluch zu belegen. Wäre Beliar nicht ein Gott, so wäre es zum Krämer berufen. Der Preis für seine Dienste sind Lebensjahre, alles was lebt ist in letzter Konsequenz zwar dazu verdammt in seinen Hallen zu enden, doch ist der dunkle Gott gierig. Am liebsten hätte er alle von Adanos Geschöpfen in seinem Bann und sie alle am besten sofort. Allein für dieses Wissen sind die Fluchbücher in den Tiefen der klösterlichen Bibliotheken verschwunden. | |||
Der restliche Inhalt der Fluchbücher ist Abhängig von ihren Vorbesitzern. Im Verlauf der aufeinanderfolgenden Generationen von Magiern niedergeschriebene Flüche, die ohne einen Handel mit dem dunklen Gott gewirkt werden können, als auch ihre Aufhebung. Vorallem das Wissen um die Aufhebung von Flüchen schützte jahrhundertelang die Magier dieses Zweiges vor Verfolgung. Nur den Fluchwirkern der alten Zeit war geläufig wie man einen Pakt brechen konnte, welcher mit dem dunklen Gott geschlossen wurde. Dieses Wissens, von unfassbaren Wert ruht in ihren Fluchbüchern. Sie sind die einzigen Sterblichen die im Stande waren einem Gott Einhalt zu gebieten. Schlussendlich verschwanden die Fluchwirker in den sich ändernden Zeiten. Die Magier der anderen Zweigen taten dazu ihr übriges, da sie Flüche als Scharlatanerie verunglimpften und ihren Brüdern stets die Anerkennung wahrer Macht vorenthielten. Als der einfache Pöbel sich von ihnen abwendete, war das Ende der Fluchwirker besiegelt. Nie hatten sie vergleichbaren Landbesitz wie die etablierten Magier des Feuers oder des Wassers. Nomadisch zogen sie von Ort zu Ort, waren angewiesen darauf was die Bauern und Bürger ihnen für geleistete Dienste gaben. Dieser Zyklus zerbrach und die Fluchmagie des Südens fand ihr Ende. | |||
'''Hycien''' | |||
Das Königreich Hycien, einst stritt es auf Augenhöhe mit Varant und Myrtana um die Vorherrschaft über das südliche Ende des Kontinentes. Der Name verschwand aus dem Sprachgebrauch der Völker, als seine Festlandbesitzungen den Provinzen Varant und Myrtana zugeschlagen wurden. Benannt war das Königreich nach der gleichnamigen Insel, welche in unserer Zeit Verwaltungssitz der Administration für die Südlichen Inseln ist. Die Insel Hycien ist gezeichnet durch ihr stetes warmes Klima. Jahreszeiten wie sie in den nördlicheren Gebieten oder auf dem Kontinent bekannt sind, existieren dort nicht. Es herrscht stetiger Sommer. Ein Segen des Feuergottes, der es den Bewohner Hyciens ermöglicht den Boden ganzjährig zu bewirtschaften. Sinnbild der Insel ist der Löwe, eine Kreatur die man nur auf Hycien und noch auf weiter südlich gelegenen Inseln findet. In vorherigen Zeit Wappentier des Altreiches Hycien, ging der Löwe auch in die Symbologie Myrtanas ein, als Rhobar I. eine Tochter des Hauses Hyciens ehelichte. | |||
Die Mitte von Hycien ist fast unbewohnbar. Sandbänke bedecken alles. Unbarmherzig brennt hier die Sonne hernieder und noch der massivste Stein wird durch Wind und Hitze zu Staub gepeitscht. Nur die Außenränder der Insel sind zur Besiedelung geeignet. Sümpfe und Mangrovenwälder prägen das Gesicht des nördlichen Teil Hyciens. Gleichsam findet man dort die ehemalige Königinnenstadt Strabukor, welche noch heute Hauptstadt der Südlichen Inseln ist. Die Stadt erhebt sich an der Flanke eines Gebirgszuges. Diese erhabene Lage macht die Stadt für ins Land preschende Sturmfluten unangreifbar. Neben seinen altehrwürdigen Geschichte ist Strabukor bekannt für seine Alchemisten. Ihnen verdankt die Stadt ihren Reichtum, sie machen die Stadt zu einem der bedeutenderen Handelshäfen auf den Südlichen Inseln. | |||
Der Süden Hyciens ist dünner besiedelt als der Norden. Hier entfaltet sich noch ungezügelt die wilde Barbarei der heimischen Tierwelt, welche im Norden schon vor Jahrhunderten gezähmt wurde. Nicht selten wird ein Bauer von einem Rudel Löwen als leichte Beute auserkoren und gerissen. Die meisten Ansiedlungen sind deshalb von Palisaden umzäunt und die hiesigen Milizen sind mehr Großwildjäger als die Erhalter von Recht und Gesetz. Dieser unbarmherzige Landstrich formte die Legende der schwarzen Krieger, die einst im Dienste Hyciens angeworben, Angst und Schrecken auf dem Festland verbreiteten. Turmhohe Männer in leichter Montur, die durch die schwergepanzerten Reihen der Festlandarmeen wie ein heißes Messer durch Butter strichen. | |||
Hyciens wichtigstes Handelsgut ist Salz. An seinen Stränden lässt man das Meerwasser in künstlich geschaffene Becken abfließen. Die Sonne verdampft das Wasser und nur reines Salz bleibt zurück. In alle Teile und auf allen Tischen des Reiches lässt sich Salz von den Südlichen Inseln finden und in den meisten Fällen stammt es von Hycien. | |||
'''Grundsätze der gewöhnlichen Teleportation''' | |||
Unsichtbare magische Ströme entspringen dem Morgrad. Wie ein Netz überziehen sie ihn. Gestein mag sie nicht binden und auch die weiten der Ozeane brechen sie nicht. Der Kundige sieht diese Bahnen, wie sich einen Weg brechen und er kann und vermag auf ihnen zu Reisen. So er erwählt er sich einen Ankerpunkt, für den er erschafft eine Rune. Von jedwedem Punkt vermag er sich zu dematerialisieren um zu diesem einen Ort zu reisen, ohne Zeitverlust. Die körperliche Bindung die er aufgegeben wird nach Beendigung der Reise erneut aufgebaut und aus dem nichts winden sich die magischen Energien zurück zu Haut und Knochen. In außergewöhnlichen Fällen mag das magische Gefüge derart zerrüttet oder gestört sein, das der Magus nicht sicher sein kann, unbeschadet auf den Strömen zu reisen. In diesem Falle verstärke der Magus seinen Ankerpunkt durch die Symbologie der göttlichen Ströme, das Pentagram. Bei korrekter Zeichnung des Pentagrams mag es nun den Magier in Situation versetzen ungestört reisen zu können. Gleichsam mag das Pentagram aufgetragen werden an Orten die nicht von diesen Strömen durchzogen. So erschafft nun der Magus selbst, als gewöhnlicher Mann eigene Ströme oder vermag von bestehenden eine Umleitung, gleichsam eines irdischen Flusses, zu erzwingen. So nun einer oder mehrere Magier mit Hilfe der Pentagramzecihnung reisen ist diese in jedem Fall vor den Umtrieben Dritter zu schützen. Bedauern möge das arme Geschöpf dessen geschaffenen Ankerpunkt man zerstört. Ein Magier wäre so nach nächster Anwendung seiner Rune auf ewig an die göttlichen Ströme gebunden. Unmöglich sich aus ihnen selbst zu befreien, sich aus eigener Kraft zu materialisieren. Ewiglich würde auf den göttlichen Strömen reisen, bis zu dem Tage wo die Magie entgültig den Morgrad verlässt. | |||
'''Die verbotenen Magien''' | |||
Derer sind es drei Künste der Magie die im Reiche Myrtana verboten. Der Reichsbann vom Kreis des Feuers selbst ausgesprochen und von diesem auch vollstreckt. Die Seelen der Verdorbenen sollen im Feuer gereinigt werden und sie sollen sich einfinden in den Hallen Beliars, denn ihr Tun spottet und lästert Innos. | |||
Die Totenbeschwörung | |||
Was einmal in Beliars Hallen geendet, darf nicht auf Morgrad zurück gebracht werden. Nichts menschliches ist mehr an dem, was von dort zurück ans Licht gezerrt wird. Die Toten beleidigen Innos selbst und ein jeder der sich dem dunklen Gotte darbietet und seine Gunst gewinnt solle gerichtet sein, so wie die Grauen die er aus den Tiefen beschwört. | |||
Die Fluchwirkung | |||
Nebst der Totenbeschwörung eine weitere innoslästerliche Magie des dunklen Gottes. Fluchwirker brechen mit der göttlichen Ordnung die Innos verkörpert und unter die Menschen bringt. Das Schicksal ist eine feste Konstante und was geschieht, geschieht der größeren Ordnung wegen. Wer aber wagt gegen Innos Ordnung aufzubegehren und im Zorne und für Rache den dunklen Gott an seine Seite zu rufen, dem soll es nicht besser ergehen. Mit Feuer und Schwert wird man ihn richten. | |||
Die Tierwandlung | |||
Innos erwählte den Menschen und so soll es sein. Der aber unter ihnen wandelt und sich Adanos zum Wechselbalg anbietet, soll gerichtet werden. Denn der Mensch erschlug das Tier und es ging ein in Beliars Reich. Wer seine ihm gegebene Gestalt aufgibt, dem soll es nicht anders ergehen als der Beute und ein jeder fromme Mann ist zur Jagd gerufen. | |||
[[Kategorie:Magie]] | [[Kategorie:Magie]] | ||