Briefe in der Wildnis: Unterschied zwischen den Versionen
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In der Nacht hatte ich einen Traum, wie ich als Wolf eine Molerat riss, fühlte sich sehr echt an, weiß das aber noch nicht genau zu deuten. Höhle müsste so langsam gesäubert werden. Die Kadaver und das Blut fangen an zu riechen. | In der Nacht hatte ich einen Traum, wie ich als Wolf eine Molerat riss, fühlte sich sehr echt an, weiß das aber noch nicht genau zu deuten. Höhle müsste so langsam gesäubert werden. Die Kadaver und das Blut fangen an zu riechen. | ||
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Tag 50, Friedhof | Tag 50, Friedhof | ||
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Habe nach letzter Nachricht die Höhle verlassen. Auf Befehl der Stimme hin eine Ratte gebraten und gegessen, darauf wieder menschliche Gefühle verspürt, sehr unsicher darüber, ob das gut ist. Spüre jedoch auch eine seltsame Energie in mir. Stimme hat mich auf den Friedhof geschickt und auf den Abend vertröstet, für eine weitere „Lektion“. Ich werde gespannt warten, bis die Sonne untergeht. | Habe nach letzter Nachricht die Höhle verlassen. Auf Befehl der Stimme hin eine Ratte gebraten und gegessen, darauf wieder menschliche Gefühle verspürt, sehr unsicher darüber, ob das gut ist. Spüre jedoch auch eine seltsame Energie in mir. Stimme hat mich auf den Friedhof geschickt und auf den Abend vertröstet, für eine weitere „Lektion“. Ich werde gespannt warten, bis die Sonne untergeht. | ||
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Tag 51 (Friedhof) | Tag 51 (Friedhof) | ||
Der Kontakt ist abgebrochen. Ich weiß nicht, was passiert ist, dass es dazu kam. Doch sind die Stimmen auch verstummt, so erfasst mich an diesem Ort eine andere Unruhe, die mich aufwühlt, doch den Körper erschlaffen lässt. Vielleicht sollte ich diese Gruft wieder verlassen, doch will ich noch bis zum nächsten Tag warten. | Der Kontakt ist abgebrochen. Ich weiß nicht, was passiert ist, dass es dazu kam. Doch sind die Stimmen auch verstummt, so erfasst mich an diesem Ort eine andere Unruhe, die mich aufwühlt, doch den Körper erschlaffen lässt. Vielleicht sollte ich diese Gruft wieder verlassen, doch will ich noch bis zum nächsten Tag warten. | ||
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Konnte heute kaum aufstehen. Die Unruhe hat mich fast zur Gänze erfasst. Ich legte mich auf einen der steinernen Särge in der Hoffnung Linderung an der ewigen Ruhestätte zu finden, doch die Symptome wurden nur noch schlimmer. In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe ist nicht daran zu denken, sich noch einmal zu erheben. Die Stimme blieb auch heute aus. Alle meine Hoffnung ruht darauf, dass sie mich am nächsten Tag erretten mag. | Konnte heute kaum aufstehen. Die Unruhe hat mich fast zur Gänze erfasst. Ich legte mich auf einen der steinernen Särge in der Hoffnung Linderung an der ewigen Ruhestätte zu finden, doch die Symptome wurden nur noch schlimmer. In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe ist nicht daran zu denken, sich noch einmal zu erheben. Die Stimme blieb auch heute aus. Alle meine Hoffnung ruht darauf, dass sie mich am nächsten Tag erretten mag. | ||
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Er selbst sprach zu mir und ich konnte ihn verstehen. Die Geburt und das Sterben ist allem Sein gemein. Doch dass das Leben exakt in diesen kleinen Zwischenraum passen muss ist eine Mär. Leben ist nicht das Ding, das man verliert, es ist der Tod, den man bekommt. So ist Leben allein die Abwesenheit von Tod, jenem Ding, dessen Herrscher Beliar allein ist. | Er selbst sprach zu mir und ich konnte ihn verstehen. Die Geburt und das Sterben ist allem Sein gemein. Doch dass das Leben exakt in diesen kleinen Zwischenraum passen muss ist eine Mär. Leben ist nicht das Ding, das man verliert, es ist der Tod, den man bekommt. So ist Leben allein die Abwesenheit von Tod, jenem Ding, dessen Herrscher Beliar allein ist. | ||
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Der Tod schmerzt. Ein Gesetz, das die Lebenden meist verdrängen. Es liegt kein Frieden, keine Ruhe im Tod, sondern Rastlosigkeit der gegenüber das Leben ein Schlaf ist. Er ist Herrscher und er ist Gefangener. Er verlangt nach den lebenden, um ihnen einen Teil seiner last zu geben. Er braucht die Linderung. | Der Tod schmerzt. Ein Gesetz, das die Lebenden meist verdrängen. Es liegt kein Frieden, keine Ruhe im Tod, sondern Rastlosigkeit der gegenüber das Leben ein Schlaf ist. Er ist Herrscher und er ist Gefangener. Er verlangt nach den lebenden, um ihnen einen Teil seiner last zu geben. Er braucht die Linderung. | ||
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Drei jahre für dreißig. | Drei jahre für dreißig. | ||
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Tag 58 | |||
Habe mich in eine Höhle nahe eines Bauernhofes zurückgezogen, um mich zu regenerieren. Die Veränderung meines Geistes ist beachtlich und ich hoffe, diese neuen Kräfte bald einsetzen zu können. Es bleibt wenig Zeit. | |||
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Tag 60 | |||
Es ist unglaublich, wie leicht es war. Ich trat unbescholten in die Mitte dieser Halunken, erhob die Hände und der finstere Gott sandte mir einen seiner Helfer, um sie niederzumachen. Für einen kurzen Moment dachte ich im Unterholz des Waldes jemanden erblickt zu haben, aber letztlich ist es gleichgültig. Wer immer sich mir in den Weg stellt, wird mit den Konsequenzen leben müssen. | |||
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Tag 61 | |||
Es war definitiv noch jemand im Unterholz. Auf dem Weg in Richtung Akils Hof habe ich die abgebrochenen Zweige gesehen. Irgendwo ist er wohl vom Weg abgekommen, ortskundig scheint er nicht zu sein. Für einen Moment habe ich überlegt, ihn einfach zu verfolgen, aber vermutlich werde ich ihn trotzdem nicht mehr einholen können. | |||
Geplant ist heute, meine Vorräte aufzufüllen. Dazu werde ich mich bei dem Bauern Akil bedienen. Ihr Leben werde ich zumindest vorerst verschonen, sofern sie mich nicht zum Töten zwingen. Es gibt genug unnützere Menschen da draußen für mich. | |||
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[[Kategorie: | [[Kategorie:CIS Khorinis]] | ||
Aktuelle Version vom 28. Februar 2016, 17:36 Uhr
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Tag 27, Ödnis
Habe mich gerade noch aus der Stadt absetzen können vor dem Zugriff. Irgendjemand muss mich verraten haben. Weiß noch nicht genau, wo ich die Nacht verbringen soll. Habe vorhin Höhle gesehen, weiß aber nicht, ob diese bewohnt ist. Werde mich vor Anbruch der Nacht entscheiden müssen, was zu tun ist. Sollte davor Feuerholz sammeln.
C.
Tag 29, Höhle
Habe gestern Rüben auf verwildertem Feld gefunden. Konnte meinen Innosanhänger bei fahrendem Händler gegen Salz tauschen. Hoffe ich bereue das nicht noch. Heute Nacht ziemlich schlecht geschlafen, hatte Gefühl, irgendwer würde versuchen zu mir sprechen.
C.
Tag 34, Höhle
Das Flüstern in der Nacht wird immer eindringlicher. Keine Ahnung, woher es kommt, seit fünf Tagen bin ich keinem lebenden Menschen mehr begegnet. Wäre ich in der Stadt, würde ich wohl einen Magier ersuchen, aber noch geht es mir eigentlich gut. Körperlicher Zustand ist stabil, Moleratfleisch ist gepökelt und eingelagert. Wilde Rüben noch genügend vorhanden. Werde heute noch nach Weidenbeeren zum Trocknen Ausschau halten und Wasser holen. Hoffe, dass ich mich an das Flüstern gewöhnen und schlafen können werde. Die Stimme klingt seltsam vertraut, so als wäre sie von der Stadt nur stets übertönt worden.
C.
Tag 42, Höhle
Konnte heute erstmals die Worte verstehen. Bin selbst erschrocken davon, wie einleuchtend ihre Botschaft ist. Alles ist verbunden, alle Fauna ist erwählt. Der Mond ist die Amphore, die Leben beinhaltet, die Nacht die Zeit, in der Körper und Körperlose in der gleichen Sphäre existieren können. Ich muss dem unbedingt nachgehen. Aufgaben für Heute: Scavenger jagen, Wasser holen, Heilpflanzen sammeln. DRINGEND! Vorräte gehen zur Neige. Falls Treffen mit Personen vorerst Abstand halten. Zu großes Risiko, sich Feinde zu machen.
Tag 47, Höhle
Heute fünfter Tag ohne Essen, Hungergefühle setzen bisher nicht ein. Irgendwie faszinierend. Habe gestern Abend erstmals eigenes Blut auf dem Boden vergossen nach den zwei Scavengeropfern zuvor. Ich hoffe darauf, dass die Stimme diese Nacht wieder zurückkehrt. Ich muss dringend mehr wissen. Das ist eine Welt, die niemand außer mir kennt. In der Nacht hatte ich einen Traum, wie ich als Wolf eine Molerat riss, fühlte sich sehr echt an, weiß das aber noch nicht genau zu deuten. Höhle müsste so langsam gesäubert werden. Die Kadaver und das Blut fangen an zu riechen.
C.
Tag 50, Friedhof
Habe nach letzter Nachricht die Höhle verlassen. Auf Befehl der Stimme hin eine Ratte gebraten und gegessen, darauf wieder menschliche Gefühle verspürt, sehr unsicher darüber, ob das gut ist. Spüre jedoch auch eine seltsame Energie in mir. Stimme hat mich auf den Friedhof geschickt und auf den Abend vertröstet, für eine weitere „Lektion“. Ich werde gespannt warten, bis die Sonne untergeht.
C.
Tag 51 (Friedhof)
Der Kontakt ist abgebrochen. Ich weiß nicht, was passiert ist, dass es dazu kam. Doch sind die Stimmen auch verstummt, so erfasst mich an diesem Ort eine andere Unruhe, die mich aufwühlt, doch den Körper erschlaffen lässt. Vielleicht sollte ich diese Gruft wieder verlassen, doch will ich noch bis zum nächsten Tag warten.
C.
Tag 52 (Friedhof)
Konnte heute kaum aufstehen. Die Unruhe hat mich fast zur Gänze erfasst. Ich legte mich auf einen der steinernen Särge in der Hoffnung Linderung an der ewigen Ruhestätte zu finden, doch die Symptome wurden nur noch schlimmer. In dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe ist nicht daran zu denken, sich noch einmal zu erheben. Die Stimme blieb auch heute aus. Alle meine Hoffnung ruht darauf, dass sie mich am nächsten Tag erretten mag.
C.
Tag 54
Er selbst sprach zu mir und ich konnte ihn verstehen. Die Geburt und das Sterben ist allem Sein gemein. Doch dass das Leben exakt in diesen kleinen Zwischenraum passen muss ist eine Mär. Leben ist nicht das Ding, das man verliert, es ist der Tod, den man bekommt. So ist Leben allein die Abwesenheit von Tod, jenem Ding, dessen Herrscher Beliar allein ist.
C.
Tag 55
Der Tod schmerzt. Ein Gesetz, das die Lebenden meist verdrängen. Es liegt kein Frieden, keine Ruhe im Tod, sondern Rastlosigkeit der gegenüber das Leben ein Schlaf ist. Er ist Herrscher und er ist Gefangener. Er verlangt nach den lebenden, um ihnen einen Teil seiner last zu geben. Er braucht die Linderung.
C.
Tag 56
Gebe und dir wird gegeben.
Drei jahre für dreißig.
C.
Tag 58
Habe mich in eine Höhle nahe eines Bauernhofes zurückgezogen, um mich zu regenerieren. Die Veränderung meines Geistes ist beachtlich und ich hoffe, diese neuen Kräfte bald einsetzen zu können. Es bleibt wenig Zeit.
C.
Tag 60
Es ist unglaublich, wie leicht es war. Ich trat unbescholten in die Mitte dieser Halunken, erhob die Hände und der finstere Gott sandte mir einen seiner Helfer, um sie niederzumachen. Für einen kurzen Moment dachte ich im Unterholz des Waldes jemanden erblickt zu haben, aber letztlich ist es gleichgültig. Wer immer sich mir in den Weg stellt, wird mit den Konsequenzen leben müssen.
C.
Tag 61
Es war definitiv noch jemand im Unterholz. Auf dem Weg in Richtung Akils Hof habe ich die abgebrochenen Zweige gesehen. Irgendwo ist er wohl vom Weg abgekommen, ortskundig scheint er nicht zu sein. Für einen Moment habe ich überlegt, ihn einfach zu verfolgen, aber vermutlich werde ich ihn trotzdem nicht mehr einholen können. Geplant ist heute, meine Vorräte aufzufüllen. Dazu werde ich mich bei dem Bauern Akil bedienen. Ihr Leben werde ich zumindest vorerst verschonen, sofern sie mich nicht zum Töten zwingen. Es gibt genug unnützere Menschen da draußen für mich.
C.